Matthias "Osti" Müller // 25.08.2009
Herren 19L: Philipp Müller (Mitte 1.), Matthias Müller (links 2.), Johannes Matthews (rechts 5.)
Nach der gemütlichen Sommerpause sucht jeder nach einem schönen Start in die zweite OL-Saisonhälfte. Dieses Jahr hatten wir aber die Qual der Wahl. Stand doch alternativ zum 2. Potsdamer Otto-Spahn-OL der Sauriersprint in Kleinwelka im Wettkampfkalender. Schließlich hat das Andenken an den Potsdamer OL-Pionier den Vorzug erhalten, durch den schließlich unsere Familie Anfang der 1970er Jahre die erste Bekanntschaft mit unserer schönen Sportart machte.
Zusätzlich hatte der OLV Potsdam eine neue Karte im südlich von Potsdam gelegenen Ferch versprochen. Durch die günstige Lage direkt an der Autobahnabfahrt konnte man schnell mal in 2 Stunden hinflitzen. Schließlich konnte ich auch Philipp und Dorothea überzeugen, das Trainingsläufchen mitzumachen.
OL-Karte ?Alte Dorfstelle? Herrenbahn (Luftlinie 10,6km, 130 Höhenmeter und 30 Posten)
Die OL-Karte ?Alte Dorfstelle? entsprach vollkommen den Erwartungen. Klein aber fein gemacht freut man sich immer wieder über die gute Kartenaufnehmerarbeit des OLV Potsdam. Die vielen kleinen Höhenformationen mit Senken und Rinnen waren gut dargestellt. Auf der langen Herrenbahn (Luftlinie 10,6km, 130 Höhenmeter und 30 Posten) kamen vor allem die Orientierungsbegeisterten trotz des ansonsten recht schnellen Potsdamer Walds auf ihre Kosten. Philipp dominierte mit einem fast fehlerfreien Lauf die Herren-Hauptklasse in 55:13min (immerhin ein 5min-Schnitt !). Trotz ein paar Schnitzern aufgrund des hohen Lauftempos konnte ich mir am Ende noch den 2. Platz sichern, hatte aber im ?Familienduell? einen deutlichen Rückstand mitbekommen. Das Familienergebnis wurde durch den unangefochtenen Sieg von Dorothea in der Klasse D14 abgerundet.
In der Endeinschätzung freuten wir uns über einen wirklich schönen Orientierungslauf und wurden für das verpasste Sauriererlebnis entschädigt. Schade dass gerade die kleinen Veranstalter Ihre OL-Termine nicht besser abstimmen können. Gerade die beiden benachbarten OL-Länder Sachsen und Berlin könnten durch künftige Abstimmung und Zusammenarbeit viel gewinnen.
Für die Organisation der traditionell 4 Orientierungsläufe pro Jahr (!) stecken die Mitglieder des OLV Potsdam besonders viel Engagement in die Kartenarbeit. Das sind hervorragende Grundlagen für das Training und die Entwicklung des Orientierungslauf in Potsdam. Solch eine Dichte aktueller Trainingskarten wünscht man sich in Dresden.
Auffallend ist aber die jahrzehntelange Abstinenz des OLV Potsdam bei der Durchführung von Bundesveranstaltungen (BRL, DM). Erklärt wird es von den Potsdamern immer wieder durch fehlendes Know-How in der Organisation. Vielleicht hat ja der Post SV Dresden mal Lust auf Unterstützung? Gute Karten sind jedenfalls vorhanden.
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